SVP – Volkswahl des Bundesrates

Warum die Bevölkerung keinen wählen soll!

Heute wurde ich in der Stadt, von eifrigen jungen Mitgliedern angesprochen. Sie wollten, dass ich Ihre Initiative zur Volkswahl des Bundesrates unterschreibe. Ich war wirklich etwas überrascht – ganz Basel feiert Fasnacht und die sammeln Unterschriften.

Ebenfalls war ich überrascht, dass hier Unterschriften von der SVP gesammelt werden. Die Volkswahl des Bundesrates ist ganz bestimmt kein neues Thema 1889 hat die Schweizer Bevölkerung das erste mal über diese Thema abgestimmt. 1942 wurde ebenfalls eine Initiative vom Schweizer Volk abgelehnt, die eine Volkswahl des Bundesrates forderte.

Diese beiden Initiativen stammten immer von der Sozialdemokratischen Partei (SP), deshalb war ich sehr überrascht, dass jetzt die SVP sammelt. Die SVP argumentiert hier auch mit sehr seltsamen Argumenten: “Profilierte, bestandene Persönlichkeiten haben bessere Wahlchancen.” ein paar Zeilen weiter: “In einer Volkswahl haben auch profilierte Politiker oder Quereinsteiger aus der Wirtschaft höhere Chance.

Hier stellt sich für mich stark die Frage nach dem Sinn eines Politiker. Ich dachte bisher immer, ein Politiker sollte nach besten Wissen und Gewissen, seine Arbeit ausführen. Offensichtlich gilt diese Ansicht nicht für die SVP, da müssen sich Politiker hauptsächlich in der Öffentlichkeit profilieren – sehr faszinierend.

Was ein Quereinsteiger aus der Wirtschaft im Bundesrat sucht, mag ich ebenfalls nicht nachzuvollziehen. Jemand der 40 oder 50 Jahre in verschiedenen Verwaltungsräten sass, hat in einem Bundesrat nichts zu suchen.

Ich finde es schade, dass immer weniger Leute aus der Bevölkerung dem Parlament trauen. Ich glaube daran, dass das Parlament am besten weiss, welche Person in den Bundesrat passt, da das Parlament die politische  Arbeit von verschiedenen Politikern auch viel besser mitbekommt, als die Bevölkerung.

Ausserdem sehe ich eine grosse Gefahr in einer “amerikanisierung”  unseres System, dass hier sehr viel Geld “aus dem Fenster geworfen werden könnte” wenn sich einzelne Kandidaten, mit Wahlshows und Werbung Wählerstimmen sammeln.

Aus diesen Gründen habe ich heute den Sammelbogen, nicht unterschrieben. Ich kann allen Lesern, das selbe empfehlen.

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