Pro: Initiative Für den Schutz vor Waffengewalt

Was bringt sie, was nicht?

Heute ist es soweit und der Nationalrat befindet über seine Meinung zur für den Schutz vor Waffengewalt aus dem linken Politlager. SP, Grüne, mehrere Jungparteien, Gewerkschaften, GSoA, Friedensorganisationen, Frauenverbände, Kirchen und die Ärzte- Vereinigung FMH wollen mit ihrer die Sturmgewehre in die Zeughäuser zurück- und von zu Hause wegbringen.

Pro: die Initianten sagen, dass sich dadurch die Suizide und Familiendramen mittels Armeewaffe eliminieren lassen.

Contra: die Gegner wiederum sagen, dass wer sich oder seine auslöschen will, dies so oder so machen würde. Egal, ob mit Armeewaffe oder ohne. Eine kann man sich schliesslich immer besorgen. Die SVP sieht gar ein <<sicherheits- und staatspolitisches Risiko>> und meint <<die Einsatzbereitschaft der >> würde << massiv eingeschränkt>>.

Den Gegnern der Initiative anerkennen muss man aber, das der, welcher wirklich von langer Hand so eine Tat plant, dies auch ohne Armeewaffe machen wird

Nun, ich sehe das (mittlerweile) auch so wie die Initianten der Initiative, bin also für die Initiative und damit gegen eine Armeewaffe im Kleiderschrank. Gelegenheit macht schliesslich auch Diebe und im Affekt gehandelt ist auch schnell einmal. Und wenn genau in so einer Situation, wo man im Affekt handeln kann zusätzlich noch eine Waffe bereitsteht, genau dann ist der Mord nahezu vorprogrammiert. Natürlich kommt dies nicht oft vor pro Jahr. Aber hat nicht jeder Schweizer ein Recht auf körperliche Unversehrtheit? Und auch die Einsatzbereitschaft der Armee würde in keiner Weise tangiert. Und wenn doch, dann ist unsere Armee noch schlechter organisiert als gedacht. Weil wenn die Deutschen oder die Amerikaner ohne Armeewaffe im Kleiderschrank auskommen, dann können wir das doch schon lange. Oder nicht?

Die Sportschützen sind auch dagegen: die Sportschützen schreien auf, weil sie dadurch ihren Sport gefährdet sehen. Aber stimmt das? Nein, sage ich und verweise auf die geplante Gesetzesänderung hin:

Art. 118a (neu) Schutz vor Waffengewalt

2 Wer Feuerwaffen und Munition erwerben, besitzen, tragen, gebrauchen oder überlassen will, muss den Bedarf dafür nachweisen und die erforderlichen Fähigkeiten mitbringen. Das Gesetz regelt die Anforderungen und die Einzelheiten, insbesondere für:

a. Berufe, bei denen sich der Bedarf aus der Aufgabe ergibt;

b. den gewerbsmässigen Handel mit Waffen;

c. das Sportschützenwesen;

d. die Jagd;

e. das Sammeln von Waffen.

Ich muss sagen, das insbesondere für Punkt c – die Sportschützen – die Initiative für den Schutz vor Waffengewalt  sowieso kein Problem sein sollte. Weil genau die Sportschützen rühmen sich ja unablässig damit, wie hoch ihre Fähigkeiten im Umgang mit Waffen sind. So sollte für die auch kein Nachteil durch das Gesetz entstehen. Im Gegenteil. Die Sportschützen welche nach der Gesetzesänderung ihren Sport weiterhin ausüben können/dürfen würden höher angesehen und ihre Fähigkeiten gewürdigt.

Das Problem, welches die Rechten sowie die Sportschützen haben, leuchtet mir nicht wirklich ein. Im Kern der Sache geht es wohl wiedereinmal darum, das man einen alten Zopf abschneiden möchte und sich die konservativen daran stören. Aber eines muss ich zum Schluss noch loswerden: die Zeiten, als man damit rechnete dass der BöFei (Böse Feind) in roten Socken jederzeit über den Rhein stossen konnte und die Schweiz in der Nacht überfallen könnte, die Zeiten, die sind längst vorbei.

Denkt mal darüber nach.

2 Gedanken zu „Pro: Initiative Für den Schutz vor Waffengewalt“

  1. Das Problem ist schon, das effektiv nur die wenigsten Sturmgewehre ins Zeughaus verschwinden. Jeder Hobyschütze der dies bleiben will, wird sich registrieren, damit er die Waffe zu Hause behalten kann. Und damit wird genau der grösste Teil der Armeewaffen eben immer noch zu Hause ist. Und deshalb ist die Initiative ‘nicht fertig’. Leider.

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