Kategorie-Archiv: Waschküche

In der Waschküche sammelt sich vieles an. So ziemlich alles, was ich sonst nirgends unterbringen kann.

dealen

Der “Deal”

Das einzige, was wir wirklich wissen, lässt sich in einem einzigen Satz zusammenfassen:

200 gewählte VolksvertreterInnen sind aufgefordert, unsere Gesetze dahingehend anzupassen, einen „Deal“, dessen Inhalt ihnen vollkommen unbekannt ist, zu legalisieren.  

Noch lächerlicher lässt sich angewandte Demokratie kaum vorführen.

Mit Dealen verbindet man sprachlich- und herkömmlicherweise den Drogenhandel. Der Terminus „Deal“ hat seit einigen Wochen eine neue Deutung und Prominenz.

Interviews, Berichterstattungen, Experten- und Politikermeinungen füllen die Tagespresse und die Bild- und Tonmedien. Banker haben Meinungen und werden nach dieser befragt. Der Bankangestelltenverband möchte auch lieber keine Mitglieder mittels Kautionsleistung aus amerikanischen Knästen auslösen müssen.

Politiker und Experten jeglicher Couleur äussern sich wortgewandt zu einem Thema, von dem sie – ganz offiziell! – keine Ahnung haben. Heute, Freitagabend findet auch eine Arena zum „Deal“ statt. NationalrätInnen, Lobbyisten und andere Fachkundige streiten sich pro und contra und um Sinn und Zweck des “Deals”.

Es wird mit Zahlen jongliert, dass den Abhängigen der Berichterstattung die Ohren wackeln: Vom Millionen und Milliarden Bussgeldern ist die Rede, von vermeintlich beruhigenden Rückstellungen zur Entrichtung der Strafen. Sogar die Nationalbank wird in die finanzielle Verantwortung genommen.

Mörgeli national fantasiert in der Presse von Bussenbezahlung durch die Steuerzahlenden, um die menschen-, realwirtschafts- und gesetzesverachtenden Banken zu retten.

Dabei ging längst fast vergessen, dass gar niemand weiss, was der „Deal“ des Herrn Ambühl und der exSVP-Bundesrätin Evelyne Widmer-Schlupf überhaupt beinhaltet.

Wie wäre es damit: Liebe Nationalrätinnen und Nationalräte, ihr habt Euch schon 2008 verarschen lassen und Euch dem erklärten Notrecht des Herrn Merz gebeugt. Die Rechnung bezahlten die Steuerzahlenden und alle die Menschen, die in der darauffolgenden Krise ihren Job und ihr Einkommen verloren. Seid ihr verantwortungsvolle Frauen und Männer oder eingeschüchterte Pappnasen?

Die durchgedrehte Finanz“wirtschaft“ hat nichts gelernt und foutiert sich weiterhin um Anstand, Rechtsstaatlichkeiten, gesellschaftlichen Nutzen und Verantwortung.

Nun sollen sie bitte endlich ihren selbstgebauten Scheiss selber ausbaden! Lieber eine Ende mit Schrecken als ein volkswirtschaftsbedrohender Schrecken ohne Ende.

Ein Verurteilter, dem eine Bewährungsfrist gewährt wurde, muss seine Strafe absitzen, wenn er wieder straffällig wird. Warum soll das nicht für diese unbelehrbare Branche gelten?

Jede Stunde, die sich staatliche und politische Gremien mit den Folgen dieses kriminellen Tuns beschäftigen müssen, sollte ausserdem den gesetzesbrechenden Banken in Rechnung gestellt werden.

Schliesslich werden auch Taschendiebe und Betrüger neben der Abbüssung ihrer Strafe zur Bezahlung der von ihnen verursachten Kosten verpflichtet.

quelle: www.aso.ch Auslandschweizer-Organisation

Sichselbst-Vertreter in Amt und Würden

Blendet man die die düsteren und wüsten Aspekte seiner Eventual-Wahl, die bedauerliche Verwirrung seiner Person  und die bevorstehende Dauer-Behinderung der parlamentarischen Arbeit aus, verfügt die Geschichte vom Kleinen Braunen im Basler Grossen Rat über gewaltiges kabarettistisches Potential.

Niemand war überrascht, dass der „Polit-Desperado“ (onlinereports) nicht – wie von ihm per Medienmitteilung auch der Tageswoche angekündigt – auf sein Amt verzichtete. Ebenso wenig überraschte, dass auch der Rücktritt vom Rücktritt ausfiel.

Das Angebot eines Rücktritts, falls die Basler Staatsanwaltschaft von sämtlichen Ermittlungen gegen ihn absehen würde, ist nur ein kleines Schmunzeln wert. Da liegt doch viel mehr Vergnügliches drin!

Der selbsternannte Retter der Armen ist tüchtig. Sehr tüchtig!

Bereits vor Amtsantritt hat er eine Motion, zwei Interpellationen, sieben Schriftliche Anfragen und einen Anzug deponiert. Diese elf Texte ermöglichen uns einen ersten Überblick über Eric Webers politische Ziele.

Nix da von Wiedereinführung der Todesstrafe, von Ausschaffungsoffensiven und Skandierung von Ausländer raus!-Parolen!

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass er ein ganz anderes Ziel verfolgt: Sich selbst!

Der Anfang seines wirtschaftlichen,  gesellschaftlichen und kulturellen Aufstiegs stellt er sich folgendermassen vor:

Ein Gratis-Tramabo oder die Angabe der Stelle, wo er seine Tramfahrten in Rechnung stellen kann.

10 Gratis-Eintrittkarten ins Theater Basel.

Eine Einladung der Kantonsregierung, den Morgestraich mit anderen geladenen Gästen aus dem Fenster des Rathauses geniessen zu können, sowie die Weitergabe von Einladungen, die die Regierung erhält und nicht wahrnehmen kann – zum Beispiel an ihn.

Keine Änderung des Wahlgesetzes zu seinen, Eric Webers, Lebzeiten!

Da Regierungsrat Eymann schon Personenschutz für sich beanspruchen durfte, möchte er nun ebenfalls solchen Spezial-Service für Berufs-Politiker (Weber über Weber) in Anspruch nehmen.

Er fühlt sich bedroht durch einen seiner hochbetagten und an einer Krücke gehenden Listenkollegen. Möglicherweise handelt es sich um seinen “Partei”kollegen, der bei der Staatskanzlei eine Beschwerde deponierte, weil er Zweifel an der wirklichen Wohnsitznahme Webers in Basel hegt.

Als „einziger Wahlgewinner“ wollte er anstelle oder gemeinsam mit der jüngsten Grossrätin und dem ältesten Grossrat die erste Sitzung der neuen Legislatur eröffnen.

Zu erwähnen bleibt noch, dass es Herr Weber einen „Skandal“ findet, dass er für ein Kleinkind         schon mal Fr. –.80  für die Rheinüberquerung per Fähre zu entrichten hatte. Dahinter vermutet er Selbstbereicherungsabsichten der Basler Fährimänner und unterstellt ihnen als Supplement auch gleich Abrechnungsbetrug.

Unvergesslich bleibt wohl seine Interpellation betreffend Foltermethoden im Basler Gefängnis und deren Beantwortung durch den neugewählten Regierungsrat des Justiz- und Sicherheitsdepartementes Baschi Dürr. Die Kurzform:

Foltermethoden                                                   Antwort des Regierungsrates BD

Man darf sich nicht rasieren                                  Einwegrasierer werden zur Verfügung gestellt.

Ich durfte die Kleider nicht wechseln                     Es kann mit “Trainern” ausgeholfen werden.

Nur ein Brötli zum Frühstück                                 Nachschlag ok, Food waste unerwünscht.

Kaltes Essen                                                          die Wege sind weit, Essen kann u.U. abkühlen.

Raucher/Nichtraucher in einer Zelle                       Hohe Belegungsdichte. Kann passieren.

Briefe wurden mit B-Post verschickt                       ist Standard. Ausser Briefe mit Kennz. “A”.

In U-Haft darf geraucht werden                              Ja, in U-Haft darf geraucht werden.

 

Anmerkung:

Ich freue mich sehr darüber, dass der neugewählte Grossrat Martin Gschwind freundlich und offen im Gremium aufgenommen wurde.

Empfohlen sei hier das nachdenklich stimmende Portrait von Martin Gschwind in der Basellandschaftlichen Zeitung vom 4.12.12: Der Mann aus Kleinhüningen.

Grossrat Gschwind sollte es nicht zur Hypothek werden, dass er aus einer gewissen Unbedarftheit und im falschen Fahrzeug den Einzug in unser Parlament schaffte.

Es ist nicht nur an uns Wählerinnen und Wählern, uns Gedanken darüber zu machen, weshalb es jemand mit seiner Lebenserfahrung am Rande der Gesellschaft auf der Liste des mehrfach verurteilten Wahlbetrügers schafft, in den Grossen Rat gewählt zu werden – nachdem die Kandidaturen der Liste 13 – gegen Armut und Ausgrenzung seit so vielen Jahren erfolglos blieben.

Herr Gschwind zeigt schon lange deutliche Anzeichen, sich von Weber emanzipieren zu wollen. Er braucht neue Allianzen und Unterstützung!

Aus Martin Gschwind kann ein Pionier im baselstädtischen Parlament werden. Er vertritt als gewählter Grossrat eine Bevölkerungsgruppe, die viel zu lange keinen Zugang zur politischen Mitgestaltung unseres Kantons hatte!

Ich verlasse mich in der Sache „Integration Gschwind“ auf die sozialen und weitsichtigen Kräfte in unserem Parlament!

martin-gschwind-der-mann-aus-kleinhueningen-125528964Foto: bz, Martin Töngi

 

 

sonntags auf

Mit Fasnachtskiechli ins neue Jahr flutschen

Durch das Gesetz über die Ladenöffnung in Baden-Württemberg gibt es von Montag bis Samstag keine Ladenschlusszeiten mehr. Allerdings ist der gewerbliche Verkauf von Waren an folgenden Tagen grundsätzlich nicht erlaubt:

  • an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen
  • am 24. Dezember
    • Wenn dieser Tag ein Werktag ist, ist der Verkauf ab 14 Uhr verboten.
    • Fällt der 24. Dezember auf einen Sonntag, dürfen Verkaufsstellen, die überwiegend Lebens- und Genussmittel sowie alle Verkaufsstellen von Weihnachtsbäumen für höchstens drei Stunden und längstens bis 14 Uhr öffnen.
    • Gesetzlich bestimmte Ausnahmen gibt es auch für folgende Branchen beziehungsweise Waren…

    und jetzt werden die Ausführungen, resp. die Ausnahmen des baden-württembergischen Ladenöffnungsgesetzes erst richtig üppig! Es bleibt nur sehr weniges, dass nicht erlaubt wäre. Ausnahmen bis zum Drümmligwerden!

Hier nachzulesen, dass u.a. in Wallfahrtsorten Devotionalien an  jährlich 40 Sonn- und gesetzlichen Feiertagen verkauft werden dürfen.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte:

Ich habe mich über den heutigen Besuch unserer Freunde aus Grenzach sehr gefreut!

Sie haben – wohl um den Traditionen im Nachbartal ennet des Hornfelsens gerecht zu werden – den Umweg über Lörrach nicht gescheut. Und dort im örtlichen Migros-Markt am Sonntagnachmittag Basler Fasnachtskiechli für’s gemeinsame Zvieri eingekauft. Also heute am 30.12.2012!

Schoggi-Osterhasen waren noch keine verfügbar.                                                                   1.-August-Weggen wohl schon ausverkauft und Schoggibären schliesslich illegal.

Weil die Schlachtabfälle und Schweineschwarten aufbereitende Kinder und Erwachsene erfreuende Firma vermutlich den Bären als solchen patentieren liess.

Oder so. gummibär

Musik verbindet!

Dieses Video muss ich nicht kommentieren, nehmt euch diese 5 Minuten für enorm schöne Musik die hier auch noch grossartig inszeniert wurde.

Zeitung umblättern in der moderne!

Ich hab eben mal wieder die weiten des Internets erkundet. Genauer gesagt, ich bin auf YouTube herumgekurvt. Zeitung lesen, insbesondere das Blättern von einer Zeitungsseite auf die andere machen wir wohl seit es Zeitungen gibt genau gleich. Hier präsentiert jemand seine Erfindung, die das Blättern der Zeitung endlich in die moderne bringt. Eine echte Revolution!

Falls das jemand von euch an seinem Frühstückstisch nachbauen will, findet man eine kleine Illustration, die das leichter macht. Viel Spass!